Notre Dame Roman

Notre Dame Familie | Karlgeorg Hoefer | 1993 | Mac PS, PC PS, PC TT, OT | 2 Schnitte | Klicks: 10186
Schriftfabrik: Linotype  http://www.linotype.com

Diese Schrift finden Sie unter: Gebrochen | Schriftbild: eng und hochstrebend | bhkl: gerade

Mustertext  

Standardzeichen  


Sonderzeichen (Macintosh Roman) 

Sonderzeichen (ISO 8859-1) 


Schnitte  

Über diese Schrift  

Die Notre Dame ist Teil des 1990 auf den Markt gebrachten Programmes »Type before Gutenberg«, welches zwölf Schriften von zeitgenössischen Schriftkünstlern beinhaltet, die jeweils eine historische Epoche von der »Römischen Kursive« bis hin zur »Humanistischen Minuskel« repräsentieren. Die Notre Dame wurde von Prof. K.G. Hoefer gestaltet. In ihren historischen Ursprüngen geht sie auf die Textur zurück, die hauptsächlich für liturgische Zwecke verwendet wurde. Durch die digitale Satztechnik war es möglich auch gotische Ornamente und Randbordüren in den Font aufzunehmen und setzbar zu machen. Mit diesen Elementen kann der Aufbau einer spätgotischen Seite nachempfunden werden. Zur schriftgeschichtlichen Entwicklung kann in diesem Zusammenhang gesagt werden, daß sich seit dem Ende des elften Jahrhunderts der Übergang von der spätkarolingischen Minuskel zur frühgotischen Minuskel vollzog. Die Formen der Minuskel wurden schlanker, die gotische Architektur zeigte ihre Einflüsse. Es bildeten sich allmählich die gebrochenen Schriftformen heraus. Auch die anfänglich reich gestalteten Versalien im Unizial-Charakter wurden später schlanker und passten sich der gebrochenen, schlanken Aussehen der Kleinbuchstaben an. Es entstand die Textur des 14. Jahrhunderts. In Bezug auf unsere heutigen Lesegewohnheiten wirken die alten Schriften dennoch schlecht lesbar. Höfer schuf deshalb bei seiner Notre Dame eine stärkere Verbindung von Klein-und Großbuchstaben und somit ein harmonisches gut lesbares Schriftbild. Bei den Ziffern orientierte er sich an gotischen Steinmetzzeichen. (Quelle: Linotype)