Meridien Roman

Meridien Familie | Adrian Frutiger | 1957 | Mac PS, PC PS, PC TT, OT | 6 Schnitte | Klicks: 9840
Schriftfabrik: Linotype  http://www.linotype.com

Diese Schrift finden Sie unter: Serifenschrift | e-Strich: horizontal | Anbindung: Rundung | Achse: vertikal | Strichkontrast: stark | Serifenart: parallel | Oberlängen: unterschiedlich | Anstriche: horizontal

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Standardzeichen  


Sonderzeichen (Macintosh Roman) 


Sonderzeichen (ISO 8859-1) 

Schnitte  
Roman

Medium

Medium Italic

Italic

Bold

Bold Italic



Über diese Schrift  

Die Meridien entwarf Adrian Frutiger Mitte der 50er Jahre als Bleisatzschrift für die Pariser Schriftgießerei Deberny & Peignot. Frutiger selbst sagte zu seiner Schrift, bei deren Gestaltung er sich an seinem großen Vorbild, der Jenson aus dem 16.Jahrhundert orientierte: »Als ich die Meridien schuf, lag mir daran, den Schrifttypen das Starre zu nehmen, sie zu versehen mit einem Duktus natürlichen Wachstums. Die Ermüdung beim Lesen zu vermeiden, stand neben ästhetischen Überlegungen im Vordergrund.« Mit dieser Intension ist mit der Meridien eine lebendige Textschrift entstanden, in welcher die Strichführung ausschließlich auf Kurvenlinien aufgebaut ist. Der Bezug zum Handwerk - zum Werk der Hände - ist in dieser frühen Arbeit Frutigers noch ganz offensichtlich. In den Details ließ Frutiger auch Elemente der Latine-Schriften einfließen. Diese entwickelten sich im 19. Jahrhundert in Frankreich, angeregt durch den Einzug der Lithografie, die freiere Formen zuließ. Typisch für die Latinen, die meist als Werbe- und Plakatschriften entstanden, sind ihre dreieckigen Serifenformen, die sich auch bei der Meridien wiederfinden. Diese unterstreichen die Schriftlinie stärker als paralelle Serifen und bilden spannungsreiche Buchstabeninnen- und Zwischenräume.