Bodoni Roman

Bodoni Familie | Morris Fuller Benton | 1909 | OT | 10 Schnitte | Klicks: 10669
Schriftfabrik: Linotype  http://www.linotype.com

Diese Schrift finden Sie unter: Serifenschrift | e-Strich: horizontal | Anbindung: Winkel | Achse: vertikal | Strichkontrast: stark | Serifenart: parallel | Oberlängen: gleich | Anstriche: horizontal | Abstrich Tropfenform

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Über diese Schrift  

Giambattista Bodoni (1740-1813), der als »König der Drucker« und »Drucker der Könige« bezeichnet worden ist, schuf dank seiner ausgefeilten Schneidetechnik im Jahre 1767 die Bodoni. Die frühen Vorbilder hierfür waren die Typen von Pierre Simon Fournier (1712-1768) und die der Familie Didot (1689-1836). Im Zuge des Klassizismus und den Auswirkungen technischer Exaktheit entstehen Formen, bei denen die Unterschiede von Grund- und Haarstrich noch ausgeprägter betont werden, als bei der Barock-Antiqua. Bodoni betont diesen Gegensatz stärker als es je vorher üblich gewesen war und entwickelte um 1790 seine elegante und etwas kühle Antiqua, deren sehr zarte Endstriche sie deutlich als Nachbildung der zeitgenössischen Kupferstichschriften erkennen lassen. Seine Bodoni zeichnet sich durch Formenstrenge und klare Sachlichkeit aus. Sie verkörpert in hoher Qualität das rationale Denken der Aufklärung. Als Hofbuchdrucker der Farnese-Herzöge in Parma gab er zeitlebens unter seinem Namen Schriften unterschiedlicher Anmutung heraus, die in ihrer Formenvielfalt seine künstlerischen Entwicklungphasen widerspiegeln. Der neue klassizistische Schrifttypus verdrängte die Renaissance-Antiqua und die Antiqua des Übergangsstils und behauptete bis um 1850 eine absolute Herrschaft. Bodonis Einfluß auf die Typografie war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sehr dominant. Die Bodoni erfordert einen sorgfältigen, behutsamen Umgang, um ihre erhabene Schönheit zu entfalten. Die starke Betonung der Senkrechten und der starke Kontrast zwischen den feinen und den dicken Linien erschwert die Lesbarkeit. Es ist deshalb ein besonders sorgfältiger Buchstabenausgleich beim Titelsatz und ein großzügiger Zeilenabstand beim Werksatz ratsam. Weiterhin empfielt es sich kleine Schriftgrade zu vermeiden. Wie alle Klassiker wurde auch die erfolgreiche Bodoni später unzählige Male nachgeschnitten und neu interpretiert. 1911 erschien die Bodoni von Morris F. Benton bei den American Typefounders.